Psychotherapeutische Privatpraxis

Beim Burn Out handelt es sich um eine komplexe psychische Belastungsstörung. In den wenigsten Fällen sind dabei das Arbeitspensum oder die Arbeitsdauer der wesentliche auslösende Faktor.

Entscheidend ist in der Regel, dass die Befriedigung wesentlicher psychischer Grundbedürfnisse blockiert wird. Dies kann geschehen, weil die Arbeitsorganisation so gestaltet ist, dass zum Beispiel der Arbeitserfolg nicht kontrollierbar erlebt wird oder aber, weil in der Person ein starker Drang besteht, ein früher entstandenes Bedürfnisdefizit immer wieder nachzuholen.

Wichtig ist in jedem Fall die individuelle Diagnose und Therapie. Standardisierte Therapieangebote sind wenig hilfreich und können sogar kontraproduktiv sein. Ein Mensch z.B. der zur Selbstüberforderung neigt, weil er ein defizitäres Bedürfnis der Selbstwertsteigerung entwickelt hat, bricht völlig zusammen, wenn man ihn der Möglichkeiten, seinen Selbstwert zu steigern beraubt, indem man ihn in eine Klinik steckt.

Ein typischer Verlauf im Burn Out beginnt oft mit einer Angststörung, es folgen oft Zwangshandlungen, um die Ängste kontrollieren zu können und mit fortschreitendem erlebten Kompetenzverlust stellen sich dann depressive Symptomatiken ein. Bei rechtzeitigem Handeln können Totalzusammenbrüche und langfristige Klinikaufenthalte vermieden werden.